Entstehung

Institut für Visiopädie

Entstehungsgeschichte der Visiopädie

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Wär nicht das Auge sonnenhaft,
wie könnten wir das Licht erblicken?
Lebt' nicht in uns des Gottes eigne Kraft,
Wie könnt' uns Göttliches entzücken?

Johann Wolfgang von Goethe

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Visiopädie
nach
Elke Werkmeister

Ein persönliches Vorwort
aus dem Buch Visiopädie von Elke Werkmeister

Das Thema Sehen und Wahrnehmung beschäftigt mich schon seit meiner Kindheit, da ich von klein auf Probleme damit hatte, mein soziales Umfeld und die Welt um mich herum so anzunehmen, wie sie ist. Nach meinem jetzigen Wissen war es nur eine logische Folgerung daraus, daß ich mit zehn Jahren eine Brille bekam. Je älter ich wurde, desto unwohler fühlte ich mich in meiner Haut, in meiner Familie, in meinem sozialen Umfeld und auf der Erde überhaupt. So war es nicht verwunderlich, daß neben Haut- und Erkältungskrankheiten auch meine Augen sich immer mehr aus dem aktiven Sehprozess zurückzogen, und meine Brillen immer stärker wurden. Ich litt an einer sogenannten progressiven Kurzsichtigkeit, wobei mir damals allerdings nicht klar war, daß es im Grunde eine Krankheit war und wie jede Krankheit ein Hilferuf meines Körpers, der sich über ein bestimmtes Symptom - die Kurzsichtigkeit - artikulierte. In unserer Gesellschaft gilt Sehschwäche nicht als Krankheit. "Man"setzt einfach eine Brille auf oder benutzt Contactlinsen, und damit ist "man" dann sozusagen normalsichtig.Daß die auf diese Weise erzeugte "Normalsichtigkeit" einen großen qualitativen Unterschied zur Normalsichtigkeit an sich aufweist, wurde mir erst Jahrzehnte später klar, als sich mein Sehen verbesserte und ich ohne Sehhilfe fast bis zur Normalsichtigkeit vordrang. Da erst wurde mir bewußt, daß ich früher trotz 100 % auskorrigierter Sehhilfen (Brille oder Contactlinsen) vieles gar nicht gesehen hatte. Objektiv war es zwar möglich, mit den korrigierten Sehhilfen klar zu sehen, aber subjektiv hatte meine bewußte Wahrnehmung selektiert. Obwohl ich immer nur in ganz entspannten Momenten den Grenzbereich der absoluten Klarheit erreichte, nahm ich auch in den Unschärfebereichen wesentlich mehr wahr als in meiner gesamten Brillen- und Contactlinsenzeit. Außerdem veränderte sich die Qualität des Sehens auf mehreren Ebenen. Ich sah nicht nur mehr, d.h. bewußter, sondern auch deutlicher, farbintensiver, räumlicher und peripherer. Bis dahin hatte ich gar nicht gewußt, daß das Spektrum des Sehens so weit gefächert ist.

Dieser ganze Prozess weckte auf der einen Seite meine Neugier, all diese komplizierten Zusammenhänge intensiver zu erforschen, zum anderen entstand ein starkes Bedürfnis, gleich gesinnten Leidensgenossen diesen Weg zur bewußteren und klareren Wahrnehmung zu offerieren. So ergriff ich die Gelegenheit der ersten Ausbildung zur Sehlehrerin, als die Australierin Dr. Janet Goodrich "Natürlich Besser Sehen" (s. Literaturverzeichnis) 1986 in der Schweiz anbot. Nicht nur die Ausbildung selbst war spannend und schön und tat mir sehr gut, vor allem die darauf folgenden Jahre führten mich auf einen ganz neuen Lebensweg. Die Ausbildung an sich hatte nur etwas in Bewegung gesetzt, was in den folgenden Jahren und jetzt immer noch mehr und mehr zur Vervollkommnung drängte. Während ich selbst mit Freude und Begeisterung die ersten Sehkurse gab, bildete ich mich in vielen Richtungen weiter, die mich interessierten und mir für meine Arbeit ergänzend und hilfreich erschienen.

Eine wichtige Grundlage für alle neuen Impulse blieb nach wie vor meine Ausbildung bei einem Druiden, dessen Schülerin ich schon einige Jahre vor meiner Sehlehrerinausbildung gewesen war. Neben Aroma-, Farb- und Klangtherapie faszinierten mich die Möglichkeiten der Angewandten Kinesiologie, worin ich mich in mehreren Schwerpunktthemen weiterbildete. Im Laufe der Jahre meiner eigenen Kurs- und Einzelarbeit entdeckte ich faszinierende Möglichkeiten für die Ursachenforschung mit Hilfe des kinesiolo-gischen Muskeltestes, woraus ich meine eigene Methode der Intuitiven Kinesiologie entwickelte, die eine der Grundlagen in der Visiopädieausbildung ist.

Yoga- sowie bioenergetische Körper- und Energieübungen sind mittlerweile ein wichtiges Fundament meiner Arbeit geworden. Anfang der 90iger Jahre absolvierte ich eine Ausbildung zur Qi Gong Lehrerin bei dem chinesischen Großmeister Zhi Chang Li. Ich bin sehr froh darüber, daß er seinen ausgebildeten Schülern auf Wunsch jährlich Fortbildungen anbietet, die für mich sehr wichtig sind, da sie mir ermöglichen, immer tiefer in das Wesen und Wirken der energetischen Qi Gong Übungen einzudringen. Die Energieü-bungen des "Stillen QI Gong" werden sicherlich auch in Zukunft in unserer westlichen Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnen, da sie ungeahnte Belebungs-, Entspannungs-und Selbstheilungsmöglichkeiten beinhal-ten.

Seit Mitte der 80iger Jahre bin ich befreundet mit dem Bildhauer und Erdheiler Marko Pogacnik, den ich auf mehreren Erdheilungsprojekten begleitete. Das Verständnis für Mutter Erde, das schon während der Druidenausbildung in mir geweckt wurde, und die Erkenntnis vom Zusammenwirken von Natur, Mensch, Erde und Kosmos sind meiner Ansicht nach eine notwendige Voraussetzung für ganzheitliche Heilung überhaupt. Auch die Zusammenarbeit seit Anfang der 90iger Jahre mit dem sensitiven englischen Architekten und Geomanten Peter Dawkins, der auf Pilgerreisen und Workshops das Chakrasystem von Landschaften, Ländern und der Erde in Gruppenarbeit erkun-det und harmonisiert, hat meinen Blickwinkel für die Zusammenhänge und das Zusammenwirken allen Seins entscheidend erweitert.

Wie im Großen - so im Kleinen! Das Erkennen der Zusammenhänge im Makrokosmos Erde leitet automatisch den Blick zurück zum Mikrokosmos, dem menschlichen Körper. Durch all diese Erfahrungen verdichtete sich meine Erkenntnis immer mehr, daß Heilung eines oder mehrerer körperlicher Organe nur im Zusammenhang aller Faktoren gesehen werden kann, die das gesamte menschliche Sein ausmachen. So erweiterte sich im Laufe der Jahre das Spektrum meiner Arbeit. Traumarbeit als Zugang zum Unbewußten ist mir als Klarträumerin schon seit meiner Kindheit vertraut. Den Atem als Grundlage des Energieflusses im Körper erforschte ich im Rebirthing. Eines meiner Dauerthemen ist Entgiftung und Ernährung als Grundlage der Blut- und Zellreinigung auf der körperlichen Ebene. Auch alternative Heilweisen wie Bach-Blütenessenzen und Homöopathie interessieren mich seit Jahren zur Stabilisierung der drei Lebensebenen Körper, Seele und Geist in Mensch und Tier.

Mit der Zeit wurde mir immer klarer, daß meine Kurse den Rahmen von Natürlich Besser Sehen sprengten, woraus sich der Wunsch entwickelte, all diese mir wichtigen Bausteine zu einem eigenen Ganzen zu verbinden. Die Grundlage war gegeben durch alles, was ich inzwischen gelernt hatte, und ich empfand sie als solide, erdverbunden und vielseitig. Der Überbau, das Dach sozusagen schwebte schon lange schützend und hegend über meinen Aktivitäten, entstanden aus meiner inzwischen selbstverständlichen Verbundenheit mit dem Göttlichen und der Hingabe in die Führung der Göttlichen Liebe. Seit Jahren ist mir bewußt und spürbar, daß diese alles, was ich denke, empfinde und tue, befruchtend und liebevoll durchwebt So war es für mich auch kein Wunder, als ich eines Tages in der Meditation das Geschenk Visiopädie bekam, zusammen mit der Definition: "Visiopädie ist die Lehre und Erziehung zur ganzheitlichen Selbstheilung durch Schulung und Verbesserung des inneren  und äußeren Sehens". Visio leitet sich ab aus lateinisch Sehen, Wahrnehmung, Vision und Pädagogik aus dem Griechischen - Erziehung, Schulung, Lehre. Also in etwa auf Deutsch: Ganzheitliche Seh- und Wahrnehmungsschulung. So stellt es sich auf der Oberfläche nach außen hin dar. Der tiefere Sinn allerdings offenbart sich erst in der oben genannten meditativ empfangenen Definition. Es geht also nicht nur um reine  Sehübungen zur Verbesserung des funktionellen Sehens, sondern auch um die innere Wahrnehmung, die Selbst-wahrnehmung, die Selbsterkenntnis und daraus folgend die Bereitschaft zur Wandlung, wodurch die Entfaltung zu einem gesunden, ganzheitlich-menschlich-göttlichen Wesen erst möglich wird. Ja, genau das war es, wonach ich innerlich gesucht hatte. Das sollte das Haus werden auf meinem stabilen Fundament unter dem schützenden Dach der allem innewohnenden Geistigkeit.

Aus all den wunderbaren erfolgversprechenden Materialien meines inzwischen erworbenen Wissens begann ich nun, an dem neuen Haus Visiopädie zu bauen. Als erstes erstellte ich ein Konzept für die Ausbildung zum / zur VisionpädIN, welche auch sofort mit großer Begeisterung auf allen Seiten begann. Inzwischen ist die erste zweijährige Visiopädie-Ausbildung mit Erfolg gelaufen und abgeschlossen. Sie hat mir und laut Rückmeldung auch den Teilnehmern nicht nur viel Freude bereitet, sondern auch neben dem neuen Wissen Klärung und Erneuerung der Gesamtpersönlichkeit beschert. Parallel dazu wurde der Markenschutz für Visiopädie nach Elke Werkmeister vom Deutschen Patentamt gewährleistet, was mich und alle zukünftigen Visiopäden und Visiopädinnen vor Mißbrauch schützt.

Jetzt beginnt die zweite Bauphase unter Mithilfe der frisch ausgebildeten VisiopädInnen. Die ersten Ergebnisse sind in diesem Buch dargestellt. Im ersten Teil stelle ich das Konzept vor und erläutere die Struktur und Inhalte von Visiopädie. Im zweiten Teil folgen die Erfahrungsberichte aus der Praxis von mir und meinen ehemaligen SchülerInnen, die sich dazu bereitgefunden haben.

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